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KKS II - BAYER I 3,5 - 4,5   Drucken  E-mail 
Beigesteuert von Marco Bär  
Montag, 14. Dezember 2009

Nun heißt es unseren sensationellen (aber auch glücklichen) 4,5-3,5 Sieg über die stärkste Mannschaft der Verbandsliga Mitte zu vermelden.


Mit einem satten DWZ-Schnitt von 2061 (gg. unsere mikrigen 1962) saß uns um 11Uhr eine hochmotivierte KKS-Truppe im schönen Spielort DRK-Wohnheim in der Kölner Nordstadt gegenüber.
Bei uns fehlte anfangs Michael Esser, der mal wieder "mit hängender Zunge" um 11Uhr15 ans Brett hetzte.
Nach ca. 2 Stunden war ich recht optimistisch, denn Ersatzmannschaftsführer Heinrich Debald hatte Jürgen Porn überhaupt keine Chance gegeben. Nach kaum 20 Zügen drohte Matt oder Damenverlust, da ist wohl was völlig schief gelaufen für den Weiß-Spieler. Kurz danach konnte ich meine Partie ebenfalls gewinnen. In einer superscharfen Variante des abgelehnten Morra-Gambit brachte Udo Mörschbach im 10. Zug eine mir unbekannte Neuerung (von 1985 !). Weiß gewinnt eine Qualität für Springer und Bauer, steht aber eine ganze Weile unbequem. Dynamischer Ausgleich, aber irgendwann wollte der Schwarzen dann zuviel und übersah eine starke Gegendrohung. Nach 27 Zügen also das 2-0 für BAYER und es war Zeit für eine entspannte Zwischenbilanz. An Brett 2 und 3 waren Björn Strocka (mit Schwarz) gegen Kurt Walter, aber leider auch Michael Esser (mit Weiß) gegen Martin Meertens in schwierige Stellungen geraten, hingegen sah ich Stefan Böhm an Brett 5 gegen Christoph Pragua in einem Königsinder minimal in Vorteil. Ganz schwer hatte es Michael Kemmler gegen Wolfgang Hübner, der in einem Caro-Kann die schwarze Rochade dauerhaft verhinderte und zudem starken Druck am Damenflügel ausübte. Völlig unübersichtlich war die Stellung zwischen Uwe Lahm und Arnd Goldenstein, zwischenzeitlich mußte man um Uwes Stellung etwas bangen. Ganz abgeklärt und stets in der Remisbreite hingegen die Partie an Brett 8 zwischen Klaus Henseler und Götz Richter.
Irgendwie kam dann Michael Esser eine Figur abhanden, Björn Strocka und Michael Kemmler verloren einen Bauern. Hingegen erhielt Uwe Lahm durch einige feine Züge plötzlich eine hervorragende Angriffsstellung, beiden Spielern drohte jedoch rasende Zeitnot.
Nachdem Michael Esser aufgegeben hatte, blieb ich noch verhalten optimistisch, da Michael Kemmler mittlerweile doch eine recht aktive Stellung erreichte und seinen b-Bauern bis b2 vordrücken konnte. Stefan Böhm schien in einem Läufer/Springer-Endspiel einen Bauern zu gewinnen und Uwe Lahm fand einen feinen Gewinnzug, der uns bald mit 3-1 in Front gehen ließ.
Doch quasi im Gegenzug dann die Ernüchterung: Michael Kemmler hatte einen aktiven Turmzug, der ihn zumindest im Spiel gehalten hätte, versäumt und mußte kurz danach ohne Chance aufgeben. Zudem war Stefan Böhm irgendwie durcheinander gekommen, sein Endspiel war nun unerwartet schwieriger als angenommen. Gleiches galt für Björn Strocka, der in einem Turmendspiel 3 gg. 4 Bauern zusätzlich erschwerend gegen einen freien weißen c-Bauern zu kämpfen hatte. Die schwarze Bauernstellung war deutlich geschwächt, da bestand eigentlich nur wenig Hoffnung auf ein Remis. Ein solches sicherte sich Klaus Henseler zum 2,5-3,5. Jedoch hegten wir nur noch geringe Hoffnung auf ein 4-4, als plötzlich Björns Gegner eine "geometrische Konstellation" übersah und seinen Turm durch ein Querschach auf der dritten Reihe einstellte. Ein grausamer Fehler, der bei mir Mitleid mit dem völlig konsternierten Kurt Walter aufkommen ließ.
Aber 4,5 Punkte waren im Sack, und so war es gut verkraftbar, daß Stefan Böhm sein Endspiel schließlich nicht mehr halten konnte.
Mit so viel Glück können wir in dieser Saison durchaus noch mehr erreichen.
 
1. U. Mörschbach - M. Negele 0-1
2. K. Walter - B. Strocka 0-1
3. M. Meertens - M. Esser 1-0
4. J. Porn - H. Debald 0-1
5. C. Pragua - S. Böhm 1-0
6. W. Hübner - M. Kemmler 1-0
7. A. Goldenstein - U. Lahm 0-1
8. G- Richter - K. Henseler remis

Michael Negele

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