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SVM Liga-Mitte: Bayer I – SG Porz III 4,5 – 3,5   Drucken  E-mail 
Beigesteuert von Marco Bär  
Montag, 11. Januar 2010

Nach einem extrem langen und hart umkämpften Mannschaftskampf konnten wir die homogene Truppe aus Porz mit 4,5 – 3,5 niederringen.

 

Um kurz nach 17.00 Uhr stand das Endresultat fest. Mit 4,5 – 3,5 konnten wir Porz III denkbar knapp schlagen. Bis zu den blanken Königen musste ich ein Endspiel am Brett 1 gegen David Thalwitzer verteidigen, um den Gesamtsieg sicherzustellen. Aber der Reihe nach…

 

Im Vorfeld war es uns gelungen, die Mannschaftsaufstellung der Porzer relativ genau vorherzusagen. So kam es zu keinen „bösen Überraschungen“, als die Spielpaarungen verlesen wurden. Bei uns zog es Michael Kemmler vor, an diesem Spieltag auszusetzen und wurde durch den „Dauerersatz“ Klaus Henseler vertreten.

 

Der Wettkampf begann gut für uns. An allen Brettern konnten wir nach der Eröffnung für uns angenehme Stellungen verzeichnen. Michael Esser hatte mal wieder seine Lieblingsvariante gegen Caro-Kann auf dem Brett und auch Klaus Henseler, Björn Strocka und Stefan Böhm konnten sehr zufrieden sein. Die Partie von Michael Negele gegen das Urgestein Johannes Eising war eine zähe Angelegenheit. Aber darauf hatte sich Michael eingestellt. Uwe Lahm hatte seinen Spezialaufbau auf dem Brett und bei Heinich Debald war noch kein Stein getauscht – eine sehr schwerblütige Partie. In meiner Partie kam ich auch gut aus der Eröffnung heraus, nachdem mein Gegner die korrekte Zugfolge verwechselt hatte.

 

Als erster war dann Michael Esser fertig, der seine gute Position in einen Sieg umwandeln konnte. Dies sollte sich als mitentscheidend herausstellen, denn schließlich holte dieses Mal unsere „Mitte“ (Brett 4 und 5) die entscheidenden Punkte. Kurz nach dieser Führung erhielt Michael Negele ein Remisangebot seines Gegners, das er nach kurzer Rücksprache mit dem Mannschaftsführer annehmen konnte. Die Endstellung war sicherlich noch etwas besser für Michael, aber gegen den soliden Johannes Eising muss man es ja nicht übertreiben. Zwischenstand also 1,5 – 0,5 der kurze Zeit später durch ein solides Remis am 8. Brett zwischen Klaus Henseler und Thomas Hackbusch auf 2-1 geändert wurde.

 

Zwischenzeitlich hatte Björn Strocka eine gute Position im Doppelturmendspiel erreicht und Heinrich Debald konnte nach zähem Ringen Material gewinnen. Auch Stefan Böhm stand m. E. noch immer aussichtsreich, aber ich kann mich auch getäuscht haben, da ich selbst unter starkem Druck stand und sehr mit meiner eigenen Partie beschäftigt war. Am 7. Brett hatte Uwe Lahm zwei Leichtfiguren gegen einen Turm, musste sich aber mit zwei Freibauern des Gegners auseinander setzten.

 

Die nächste Entscheidung fiel am 3. Brett. Uli Thiemonds bot im richtigen Augenblick Remis an, das Björn nach Rücksprache mit mir annahm. Zu einem späteren Zeitpunkt des Wettkampfs hätte Björn sicherlich weitergespielt. Damit stand es 2,5 zu 1,5 für uns. Aber Heinrich Debald konnte nach überstandener Zeitkontrolle seine Partie gewinnen. Kurz darauf verlor jedoch Stefan seine Partie, so dass es beim Stand von 3,5 – 2,5 auf die Partien von Uwe Lahm und mir ankam. Für mich etwas unverständlich bot Uwe´s Gegner im weiteren Verlauf Remis an, das natürlich angenommen wurde. 4 – 3 für uns. Jetzt lag es an mir, ein schwieriges Turmendspiel zu halten.

Mein Gegner hatte einen Freibauern auf der a-Linie, der aber zunächst nicht vorwärts rücken konnte. Auf dem Königsflügel hatte ich zwar die Bauernmehrheit von 3 zu 2, jedoch war ein Bauernpaar von mir auf der f-Linie verdoppelt, so dass mein Gegner mit der Aufstellung Turm f3, Bauern g2 und h3 diese Brettseite dicht halten konnte. Erst nachdem der weiße Turm das Feld f3 räumen musste, um den Freibauern auf der a-Linie zu unterstützen, konnte ich durch ein temporäres Bauernopfer mit meinem König an die weißen Bauern am Königsflügel gelangen. Zwischenzeitlich hatte sich der freie a-Bauer aber bis nach a6 vorgeschoben, so dass ich meinen Turm gegen diesen Bauern opfern musste, zeitgleich aber alle Bauern des Gegners auf der anderen Brettseite mit meinem König abräumen konnte. Letztlich konnte mein letzter Bauer bis nach f2 vorstoßen. Die drohende Umwandlung konnte mein Gegner nur durch Rückopfer seines Turms stoppen. Am Ende hing alles an einem Tempo, denn der weiße König war bereits bis nach e4 zurück geeilt. Das Endspiel ist auf jeden Fall etwas für das Demobrett! Damit hieß der Endstand 4,5 – 3,5.

 

Fazit:

Nach einem außerordentlich spannenden, langen und hart umkämpften Mannschaftskampf gelang es, unsere Siegesserie fortzusetzen. Wir liegen nun auf dem geteilten 1. Platz in der Liga-Mitte. Die nächsten Gegner sind die direkten Aufstiegskonkurrenten Ford, Lasker und Sülz-Klettenberg. Es bleibt spannend!

 

Brett Bayer I - Porz III 4,5 - 3,5
1 Bär - Thalwitzer remis
2 Negele - Eising remis
3 Strocka B. - Thiemonds remis
4 Esser - Karmann 1-0
5 Debald - Rosenberger 1-0
6 Böhm - Kremser 0-1
7 Lahm - Gadschisade remis
8 Henseler - Hackbusch remis

 

Marco Bär


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