Auch gegen Schlebusch II wieder nur ein Unentschieden!

 

Leider plagten uns vor dem Mannschaftskampf gegen Schlebusch II wieder einmal Aufstellungssorgen, wobei erschwerend hinzukam, dass unsere Dritte parallel in der Kreisklasse antreten musste. So kamen wir schließlich nicht umhin, ein Brett freizulassen.

Allerdings gingen wir trotzdem als hoher Favorit in die Begegnung, zumindest was die Wertungszahlen anbelangte, die an allen Brettern mehr oder weniger deutlich für uns sprachen.

Es ging auch gleich vielversprechend los. Nach knapp einer Dreiviertelstunde und 13 Zügen konnte ich an Brett 5 den ersten Punkt einfahren. Mein Gegner hatte wohl die Brisanz der wilden Königsgambit-Variante unterschätzt und sah sich lange Zeit auf der Siegerstraße, bevor ein krachendes Familienschach die für mich bereits sehr günstige Partie vorzeitig beendete.

Zu diesem Zeitpunkt sah ich

-        unklares Spiel bei Karl-Heinz
-        einen Mehrbauern für Werner mit Druckspiel
-        verschachtelte, vorgerückte Bauernketten von Karl Pützkaul
-        Angriff auf eine lückenhafte Königsstellung durch Rolf Schimpf
-        bereits eine Menge verbrauchte Bedenkzeit bei Julian
-        eine Minusfigur gegen zwei Bauern in windiger Stellung bei Wolfgang

Eine halbe Stunde später brachte Rolf Schimpf seinen bereits erheblichen Vorteil in trockene Tücher, indem er seinen Gegner elegant ins Matt laufen ließ. 2-1 für uns.

Wolfgang stand für mich inzwischen „auf Abriss“. Er sah sich einem Freibauern im Zentrum gegenüber, der von Turm und Springer vorangetrieben wurde. Allerdings staunte ich nicht schlecht, als ich wenig später nochmals vorbeischaute: Wolfgangs Randbauer hatte – scheinbar ohne großen Widerstand - die gegnerische Grundlinie erreicht, da alle potentiellen Deckungsfiguren irgendwo auf dem Brett unterwegs waren. 3-1. Das sah prima aus.

Leider verlor Karl-Heinz kurz darauf seinen f2-Bauern, was ihn angesichts der offenen Diagonalen zur sofortigen Aufgabe veranlasste. Stark gespielt von seinem Gegner! 3-2.

Gegen 21:30 Uhr wurde es eng für Karl Pützkaul. Er hatte die Deckungsbauern seines Königs weit vorgezogen und konnte einen davon nicht mehr ausreichend decken. Außerdem drohte eine Gabel, die er mit einem Bauern-Doppelschritt zu verhindern suchte. Allerdings sah die Situation nach dem gegnerischen Schlagen en passant noch viel schlimmer aus. Trotz Minusfigur spielte der Nestor weiter.

Julian hatte inzwischen Läufer und Springer gegen Turm und zwei Bauern gegeben. Die Stellung sah trotz maroder Bauernstruktur am Damenflügel durchaus haltbar aus. Allerdings wurde die Bauernmehrheit am Königsflügel durch einen Fehlzug selbst zunichte gemacht, sodass ein Endspiel mit jeweils einem Rand- und einem Zentrumsbauern und Turm gegen zwei Leichtfiguren entstand. Kritisch!

Karl Pützkaul hatte mit seinen verdoppelten Türmen noch einmal zum Angriff auf den gegnerischen König geblasen. Eine zeitlang sah es sogar danach aus, als könne er das Spiel noch herumreißen. Allerdings stellte sich das Matt auf h2 als Fata Morgana heraus, was ihn die Dame kostete. Aufgabe. 3-3.

Werner durchlebte ein Wechselbad der Gefühle. Nachdem einer seiner Türme einen Ausflug zum Königsflügel gemacht hatte, kam er wegen der offenen Diagonale mehr und mehr in Schwierigkeiten. Erst ging ein Bauer verlustig, dann ein zweiter. Sein vorgerückter Freibauer schien das Spiel noch einmal zu seinen Gunsten kippen zu können, drohte aber gegnerischen Damenschachs zum Opfer zu fallen. Es blieb nur ein Remis durch Zugwiederholung. 3,5-3,5.

Nun hing also alles an Julian. Als das Spiel in die Verlängerung ging, musste ich leider vorzeitig den Platz räumen. Wenig später kam dann aber über Whatsapp die erlösende Nachricht, dass das Remis, das vorher von seinem Gegner noch abgelehnt worden war, endlich Realität war. 4-4. Das war knapp!

Fazit: Am Ende können wir für die erneute Punkteteilung fast sogar noch dankbar sein. Die Schlebuscher haben uns einen großartigen Kampf geliefert und sind teilweise über sich selbst hinausgewachsen. Wir müssen nun schauen, wo wir die für den Klassenerhalt benötigten Punkte noch herbekommen. Vielleicht klappt es ja mit einem Sieg über Monheim/Baumberg in der nächsten Runde. Danach kommen dann allerdings die richtig dicken Brocken…

 

Manfred Birnkott

 

 

Brett

SF Schlebusch 2

-

SC Bayer Leverkusen 2

4 - 4

1

Hahn, Christian 1716

-

Sockel, Karl-Heinz 1850

1 - 0

2

Herrmann, Axel 1610

-

Prößdorf, Lennard 1807

+ - -

3

Buchmeier, Armin 1531

-

Kies, Werner 1874

½ - ½

4

Burgmer, Hubertus 1442

-

Pützkaul, Karl 1657

1 - 0

5

Wunsch, Markus 1501

-

Birnkott, Manfred 1868

0 - 1

6

Seelig, Jochen 1318

-

Schimpf, Rolf 1719

0 - 1

7

Böhm, Stefan 1488

-

Eßer, Julian 1517

½ - ½

8

Silva, Johannes 1147

-

Rathmann, Wolfgang 1624

0 - 1

 

   

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