5:3 Auswärtssieg gegen KKS

 

Der Start des Mannschaftskampfes schien nicht unter einem guten Stern zu stehen. Denn kurz vor Mitternacht kam die E-Mail von Marco, dass seine Frau gerade ins Krankenhaus gekommen ist und dass er daher nicht spielen könne (gute Genesungswünsche von hier aus an Marco’s Frau). Am Sonntagmorgen war also erst Rundtelefonieren angesagt. Gott sei Dank sagte dann Michael Axmann, der erst in der Nacht aus dem Urlaub zurückgekommen war, noch zu, uns aus der Patsche zu helfen. Vielen Dank!

So traten wir mit Michael N., Harry, mir, Stefan, Heinrich, Klaus, Uwe und Michael A. an. Wir waren sogar früher komplett als der Gastgeber, wo Brett 2 zu spät kam. Der Mannschaftskampf verlief zu Beginn recht ruhig und unspektakulär. Selbst der Gegner von Michael N. nahm das Blackmar-Gambit nicht an. Auch nach zwei Stunden war es nirgendwo eindeutig. Harry stand schlechter, Stefan, Heinrich und ich standen leicht besser. Bei Uwe waren sogar noch alle Klötze auf dem Brett. Dann machte Uwe remis, nachdem er zumindest einen Bauern auf a3 abgetauscht hat. Sonst hätte ich das auch nicht als Schachpartie sondern als Tai-Chi bezeichnet. Uwe versicherte mir, dass sogar Opferkombinationen gedroht hätten. Naja, glauben wir es mal…

Stefan hatte seinen Vorteil fast wieder weggegeben. Er hatte eine schlechte Bauernstruktur bekommen, aber im reinen Schwerfigurenspiel die aktivere Stellung. Da bot er auch Remis an. Der Gegner lehnte direkt ab und machte als Antwortzug einen zu aktiven Zug (ein häufig zu beobachtender psychologischer Fehler). Damit stand er objektiv schlechter und hätte eigentlich auf Halten spielen müssen. So schien er dann im Mattangriff von Stefan mit Turm und Dame unterzugehen und gab auf. Es gab aber einen wunderschönen Rettungszug, auf den wir Sterblichen nicht kommen, sondern nur Fritz:

 

BrettMK20200119

Nach 35.Kh1!! Txg2 36.Tg1 gibt es kein Matt, sondern Turmtausch.
Danach ist das Damenendspiel remis. 

 

Klaus machte dann auch Remis. So führten wir nach 2,5 Stunden mit 2:1.

Michael A. musste sich im Drachen mit schwarz bei gegenseitiger Rochade schwer verteidigen. Aber er konnte in ein Doppelturmendspiel abwickeln, das der Gegner nicht mehr auf Gewinn spielen konnte. Harry konnte auch den Druck abschütteln. So gingen auch die beiden Partien remis aus. 3:2.

Michael N. hatte die ganze Energie in die Belagerung des weit vorgerückten schwarzen c-Bauern gesteckt, während der Gegner auf Königsangriff ging. Michael gewann zwar den Bauern, musste aber dann Dame gegen Turm und Springer hergeben. Da er aber einen Freibauern mit Turm dahinter hatte, konnte er das Remis noch halten. Heinrich hatte dem Gegner einen isolierten Doppelbauern gemacht. Aber der Gegner konnte mit allen Schwerfiguren auf seinen isolierten a-Bauern drücken. So konnte er seinen strukturellen Vorteil nicht in Druck umwandeln und machte dann auch Remis. 4:3.

So fiel es mir wieder zu, die letzte Partie zu spielen. Selber schuld, wenn man eben immer nur irgendwo einen Bauern abgreift und dann auf Endspiel geht (hier jetzt ein Springerendspiel). Nach 4 Stunden gab der Gegner auf.  

5:3 Sieg, an den ich am Morgen nicht geglaubt habe und der mir nicht, wie der letzte Mannschaftskampf, graue Haare gemacht hat.

Michael Esser

 

Br.

Klub Kölner SF 3

-

SC Bayer Leverkusen 1

14 : 18

1

Mörschbach, Udo 2073

-

Negele, Michael 2089

½ : ½

2

Schmidt, Kai-Uwe 1912

-

Claßen, Harald 2011

½ : ½

3

Hübner, Wolfgang 1988

-

Esser, Michael 2105

0 : 1

4

Pericic, Boris 1905

-

Böhm, Stefan 1967

0 : 1

5

Ribbe, Jürgen 2042

-

Debald, Heinrich 1988

½ : ½

6

Richter, Götz 1862

-

Henseler, Klaus 1837

½ : ½

7

Hofinger, Thomas 1808

-

Lahm, Uwe 1832

½ : ½

8

Mersch, Peter Daniel 1705

-

Axmann, Michael 1657

½ : ½

 

   

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