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Mit einem deutlichen Sieg der 1. Mannschaft zum vorzeitigen Aufstieg 

Am Sonntag war die Nachholpartie gegen Schlebusch. Die Partie war im Januar wegen Glatteis ausgefallen. Mit einem Sieg wären wir schon vorzeitig aufgestiegen, da der Verfolger Hitdorf dann maximal in Punkten gleichziehen könnte. Da wir aber den direkten Vergleich gewonnen haben, wären wir dann trotzdem vorne. 

Das Spiel ging auch gut los. Der Gegner von Stefan stellte im Karo-Cann schon im 8. Zug einen Springer so, dass er nicht mehr ziehen und nicht mehr ausreichend gedeckt werden kann. Aber Sebastian hatte dann eine Doppeldrohung auf zwei Bauern übersehen und konnte nur einen decken. Glücklicherweise nahm der Gegner den Bauern nicht. Harry hatte mit Schwarz eine dieser klebrigen Stellungen aus dem Londoner System, die man nicht mag. Julian hatte sich auf seinen Gegner und seinen Sizilianer mit 2. ... Sf6 vorbereitet und hatte eine schöne Druckstellung. Felix, Klaus und Pascal standen aus den Eröffnungsphase ausgeglichen.  Ich hatte mal mit Schwarz Pirc gespielt und das nicht ganz sauber. So war ich unter Druck geraten und hatte nicht so viel Zeit, bei den anderen zu schauen.

Nach ca. 2,5 h war bei Julian viel abgetauscht. Aber das Endspiel mit Springer und Dame war etwas besser für Julian. Der Gegner bot Remis an. Da Julian ziemlichen Respekt vor seinem Gegner hatte, nahm er an. Ich hatte bei mir die kritischen Löcher in der Stellung gestopft. Die Stellung hielt ich mittlerweile als leicht besser für mich, auch wenn die Engine nicht meiner Meinung war. Ich ging rund, um mir die anderen Stellungen anzuschauen. Stefan hatte mittlerweile einen Turm für zwei Bauern mehr aber einen leicht gefährdeten König. Harry hatte den Klebstoff aus dem Londoner Aufbau entfernt und stand ziemlich bequem. Sebastian hatte eine Figur gewonnen. Felix hatte eine ganz wilde Stellung, die ich aber für Felix als deutlich besser angesehen habe. Klaus und Pascal standen ausgeglichen. So bot ich Remis an. Meiner Gegner war frustriert, dass er die gute Position verpatzt hatte, und nahm an. Als Julian und ich mit den Gegnern analysierten, kam Frank Reinemer, der als Kiebitz gekommen war, rein und sagt, dass Stefan eine Figur eingebüßt hat und maximal ein Remis holen könnte. Als ich dann wieder in den Turniersaal zurückkam, hatten Harry und Klaus schon Remis gemacht. Pascal stand auf Gewinn und sein Gegner gab auf. 4:2. Wir brauchten noch einen halben Punkt. 

Stefan hatte noch zwei Türme und der Gegner hatte Turm, Springer und drei Bauern. Das könnte noch ins Auge gehen. Aber bei Felix sah es vielversprechend und interessant aus. Deshalb ein bisschen mehr dazu. Felix hatte Schwarz:

Brett1 2026.04.19

Stellung nach 17. Sxe2. Felix zog. 17. ... Lxb2 18. Sxc7 Lxc4 19. Tb1 Lxe2 20. Tfe1 Jetzt hat Felix zwar Läufer und Bauer mehr, aber beide Läufer und der Turm sind angegriffen.

21. ... Tac8 21. Txe2 Lxa3 22. Txb7 Se5 23. h3 Tfd8 24. Lb3+ Kh8 25. Se6. Hier hätte Felix mit dem Zug 25. ... Td7 den Mehrbauern halten können. Das wäre aber im Gewinnsinn mühsam. Felix wählte einen schönen Weg (obwohl er knapp an Zeit war)

Brett2 2026.04.19

25. ... Tc1+ 26. Kh2 Ld6! 27. Kg3? Es drohte das Doppelschachmatt mit Sf3# ( besser wäre 27. f4 exf3 28. gxf3 Td7 29. Tb5 Sxf3+ 30. Kg2 Sh4+ 31. Kf2. Es geht nicht 27. g3 wegen 27. ... Sf3+ gefolgt von Tg1#) 27... Sf3+ 28. Sf4 Sg1 29. Td2 g5 30. Txd6 gxf4+ 31. Kxf4 Txd6 32. Tb8+ Kg7 33. Tg8+ Kh6 34. Kxf5 Ta6 35. g4 Tc5+ 36. Kxe4 Sxh3 37. f4 a4 38. Bf7 a3 und Weiß gab auf.

Damit war der Kampf gewonnen und der Gegner von Stefan bot Remis. 5,5:2,5.

Damit ist der Sieg und der Aufstieg perfekt.

Michael Esser

 2026 04 19